Alle reden von Sicherheit; als Polizeidirektor des Kantons Bern setze ich mich täglich dafür ein. Ich orientiere mich aber auch dabei an urfreisinnigen Maximen: mehr Freiheit, weniger Staat, Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und Leistung als Voraussetzungen für Erfolg. In der vergangenen Novembersession forderte eine überparteiliche Gruppe von Grossräten der SP, FDP, BDP, Grünen, SVP und EVP die Regierung in einer Motion auf, «ohne weitere Verzögerung die Bestandeserhöhung beim Polizeikorps in die Wege zu leiten».
Die Motion war weitgehend unbestritten und wurde mit bloss zwei Gegenstimmen überwiesen. Damit wird auf Herbst 2010 das Corps entsprechend vergrössert werden können – auch für Ihre Sicherheit. Zudem wurde Ende letzten Jahres die Vernehmlassung zum Gesetz über den Straf- und Massnahmenvollzug abgeschlossen. Die Vorlage wird 2010 in den Grossen Rat kommen und notwendige Verschärfungen in dieser Domäne bringen. Gerade im Bereich Sicherheit ist es nicht immer einfach, das Gleichgewicht zwischen Freiheit respektive Laisser-faire und Staatseingriffen respektive Sanktionen zu finden.
Hans-Jürg Käser, Regierungsrat, Polizeidirektor des Kantons Bern, Langenthal

Beruflicher Werdegang
Nach den Schulen in Langenthal und der Wirtschaftsmatura in Olten (1968) Studium an der Universität Bern (phil. hist.). Ausgedehnte Auslandaufenthalte in Montpellier, Dijon und im Vereinigten Königreich.
Sekundarlehrer in Küssnacht am Rigi, dann in Langenthal. 1990-1994 Rektor Sekundarschule/Untergymnasium Langenthal.
Vom 1. Januar 1995 – 31. Mai 2006 hauptamtlicher Stadtpräsident von Langenthal.
1998 – 2006 Mitglied des Grossen Rates des Kantons Bern, davon die letzten zwei Jahre Fraktionspräsident der FDP.
Seit 1. Juni 2006 Polizei- und Militärdirektor des Kantons Bern.