Rentenklau? SP-Slogan ist zynisch und verantwortungslos!

Gurtner Urs GrossratskanditatZu behaupten eine Senkung des Umwandlungssatzes sei Rentenklau und ein Ja zur Abstimmungsvorlage gefährde die Generationensolidarität ist völlig daneben, ja geradezu paradox! Die neuen SP-Klassenkämpfer haben offenbar jedes Mass verloren.
Sie verknüpfen die Problematik übertriebener Boni bei Managern mit real existierenden Finanzierungsproblemen bei unseren Sozialwerken. Dass ausgerechnet die SP die Versicherer zu mehr Risiko bei den Geldanlagen zwingen will ist verantwortungslos. Der nächste Börsencrash wird wieder Renten vernichten!
Wird der Umwandlungssatz nicht den Realitäten angepasst (wir werden älter und haben zu wenig Nachwuchs) werden wir ein Rentenloch und ein finanzielles Fiasko wie bei der IV erleben. Ist es solidarisch, wenn die Erwerbstätigen immer mehr zur Finanzierung der Rentner herangezogen werden? Zusammen mit den immensen Schuldenbergen bei Bund, Kantonen und Gemeinden ist es geradezu zynisch zu behaupten die Generationensolidarität sei bei einem Ja am 7. März gefährdet!
Aus Verantwortung und Solidarität gegenüber der jüngeren Generation sollten weder die heutigen noch die künftigen Rentner auf den SP-Slogan Rentenklau hereinfallen. Heutigen Rentenbezügern wird nichts geklaut, ihre Renten bleiben erhalten. Künftige Rentenbezüger sollten besser auf weniger statt auf keine Rente setzen.
Junge und Erwerbstätige sind aufgerufen ihre Stimme abzugeben und die weitere Plünderung der Pensionskassen und Sozialwerke zu stoppen. Wer keinen Rentenklau und kein Rentenloch will stimmt am 7. März mit JA!
Urs Gurtner, Grossratskandidat Spiez

3 Kommentare zu „Rentenklau? SP-Slogan ist zynisch und verantwortungslos!“

  1. Harald Jenk sagt:

    Verantwortungslos sind die hohen Verwaltungskosten und Gewinnbeteilungen, welche die Privatversicherer für sich beanspruchen. Dies ist nur möglich, weil sich die bürgerlichen Parteien weigern, strengere Regeln zu erlassen, bzw. weil sie es zulassen, dass der Spielraum der geltenden Vorschriften zu Gunsten der Versicherungskonzerne und zu Lasten der Versicherten bis zum Letzten ausgereizt werden.

  2. Urs Gurtner sagt:

    Bereits heute beträgt die Finanzierungslücke 600 Mio. Fr. jährlich. Dies lässt sich wohl kaum mit tieferen Verwaltungskosten und kleineren Gewinnbeteiligungen kompensieren.

  3. Wenn man die Gegner der 2. Senkung des BVG-Umwandlungssatzes seit Monaten mit in Inseraten beschimpft mit “Radikale Gewerkschafter” etc., dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn die Gegner auch Klartext reden.

    Die Befürworter der 2. Senkung des BVG-Umwandlungssatzes nutzen die aktuelle Finanzkrise einfach zu ihren Gunsten aus, damit sie bei der nächsten Börsenhausse noch mehr Gewinne einfahren können, die dann in die Taschen der Aktionäre und Manager gelangt. Die Senkung des Umwandlungssatzes von 7.2 auf 6.8 Prozent war sicher gerechtfertigt und hat dem Umstand der gestiegenen Lebenserwartung genung Rechnung getragen. Die zweite Senkung des Umwandlungssatzes ist demnach nicht nötig und muss am 7. März abgelehnt werden.

    Zumal gerade die FDP dabei ist bei allen Sozialversicherungen abzubauen. Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, AHV, IV, etc. Was alles in der politischen Pipeline ist, grenzt in der Summe an einen grossen Angriff auf unsere Sozialwerke! Aber die Manager sollen keine Boni-Regeln erhalten? Das geht nicht auf. Klingt populistisch, ist aber effektiv eine Ungerechtigkeit, welche die FDP unterstützt.

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